Ich habe mit dem Rauchen aufgehört!!!

Ich glaube vor zwei Wochen. Ich war am Wochenende Wandern, kam nur mit rotem Kopf und Schnaufen den Berg hoch und beschloss: So kann es nicht weiter gehen. Zwei Tage später war die Packung alle und ich habe einfach keine neue gekauft.

Auch mit Aufräumen und Wohnung verschönern bin ich etwas weiter gekommen, zum Beispiel hier:  Stoff gekauft, Löcher gebohrt, Vorhang aufgehängt:

Vielleicht aber auch nur deshalb, weil ich damit dem Grauen am Schreibtisch ausweiche:

Das wird dann das nächste Projekt.

Neulich beim Durchblättern eines Lifestylekatalogs äußerte ich mein Befremden darüber, dass manche Leute sich Designer-Klobürsten für 20 Euro kaufen. Ich würde immer die billigste aus dem Baumarkt nehmen und sie dafür einmal im Jahr ersetzen. Meine Freundin kreischte ensetzt auf, und ich schaute sie erstaunt an: War das zu häufig? “Nein, einmal im Jahr! Wie ekelig!” Erstaunt fragte ich, wie oft sie denn ersetze. “Alle sechs Wochen!”

Jetzt war ich schockiert und äußerte die vorsichtige Vermutung, dass sechswöchiges Wechseln doch eher die Ausnahme und leicht neurotisch sei. Sie beharrte, nein, das müsse so sein, alles andere sei ekelhaft. Ob sie sich bewußt sei, wieviel Plastikmüll sie damit produziere? Ich erinnerte mich an eine ehemalige Nachbarin, die aus einem Dorf im bayerischen Wald stammte und mich damit schockierte, dass sie die Klobürste aus Sparsamkeit nicht ersetzte, sondern regelmäßig mit Gummihandschuhen auswusch. Dieselbe, die mich mal als Schlampe titulierte.

Woraufhin ich eine Umfrage in meinem Bekanntenkreis startete. Nun mag mein Bekanntenkreis nicht repräsentativ für den deutschen Standardhaushalt sein, erntete doch schon die Frage Erstaunen. Die Klobürstenwechselfrequenz in meinem Freundeskreis jedenfalls rangiert zwischen “wenn sie anfängt braun zu werden”, “alle ein bis drei Jahre”, “wenn die Borsten ausfallen” und “noch nie”. Ich höre schon das Aufkreischen meiner saubereren Freundin. Und wie haltet ihr es? Bin ich eine Schlampe oder ist meine Freundin eine neurotische Keimphobikerin?

Versagen auf der ganzen Linie: schon wieder sechs Wochen rum, und ich habe keinen meiner Vorsätze durchgehalten. Weder das tägliche Bewegungsprogramm noch den Obst- und Gemüsetag, noch, auch nur ein Gramm abzunehmen. Ich will nicht auf die Waage, aber ich fühle mich schwerer.
Meine Disziplin ist einfach verbesserungbedürftig. Nicht vorhanden. Ich lebe rein nach dem Lustprinzip: am liebsten würde ich den ganzen Tag im Bett verbringen und klesen = Kaffe trinken und lesen.

 

Zur Zeit bin ich täglich von 7:30 Uhr bis 19:30 Uhr aus dem Haus und habe abends einfach keine Energie mehr zu schreiben.

Auf bessere Zeiten!

Neulich beim Läuse auskämmen schauten wir den Film “Transformers”. Mützenkind hatte ihn von seinem Taschengeld gekauft und es war die einzige unserer DVDs, die ich noch nicht gesehen hatte. Die Handlung lässt sich kurz zusammen fassen: Böse Roboteraliens kämpfen gegen gute Roboteraliens. Dabei fliegt sehr viel Metall durch die Luft und es gibt jede Menge Explosionen. Am Ende siegen die Guten und der menschliche Held sagt seiner Freundin, dass er sie liebt.

Zwischendurch verließ ich das Zimmer, um heimlich weiter meinen Krimi zu lesen, weil der Film so langweilig war.

Auch in anderer Hinsicht haben sich meine Erwartungen an den gemütlichen Filmabend nicht erfüllt.  Zum ersten Mal wurde mir das Kuscheln verweigert. “Ich bin doch kein Baby mehr”, hieß es. Vor einem Monat noch war das kein Thema, bei “The Day after Tomorrow” musste ich die ganze Zeit seine Hand halten, weil das Ende so spannend war.

Jetzt die Transformation. Kein Baby mehr. Kein Kuscheln mehr. Kein Küssen mehr erlaubt. Schaaade.

Heute auf jeden Fall mehr von meinen Vorsätzen verwirklicht als die ganze letzte Woche: (fast) alles abgeheftet, (fast) nur Obst und Gemüse gegessen (nur ein Stück Schokolade in den sechs Konferenzen, die ich heute nachmittag absitzen musste) und zuhause noch 30 Minuten auf dem Ergometer gestrampelt.
Fällt Gemüsebratling mit Reis und Soße in der Kantine eigentlich noch unter “nur Obst und Gemüse” oder ist das schon gemogelt? Und abends Kartoffelsuppe mit reichlich saurer Sahne – okay, auch das könnte ich noch verbessern. Aber von irgendwas muss ich ja auch satt werden. Für Freitag nehme ich mir wieder einen Obst- und Gemüsetag vor.

Und morgen: alles abheften und alle unerledigten Überweisungen machen, alle dringenden Briefe zur Post bringen. Wieder normal essen und 30 Minuten Ergometer. Es ist nicht viel aber ein Anfang.

Neustart. Es hat nicht funktioniert. Ich habe meine Vorsätze nicht eingehalten. Zwei Wochen habe ich mich dran gehalten, dann aber Einbruch: Fußschmerzen, Läuse, Erkältung, Faulheit. 30 Minuten Bewegung täglich waren irgendwie nicht mehr drin. Also noch mal neu versuchen.

Diesmal aber richtig. Weil schon die letzten Vorsätze nicht eingehalten wurden, nehme ich mir jetzt mehr vor: Weiterhin täglich 30 Minuten aber nicht mehr egal was, sondern Ergometer. Das bringt mich wenigstens richtig ins Schwitzen. Und sonntags eine Stunde. Habe ich heute schon hinter mir. Schulterklopf. Ging gut rum mit einem spannenden Krimi.

Außerdem: Ab morgen montags ein Obst- und Gemüsetag. Und sonntags alles abheften. Ich bin gerade dabei und wei ich das so hasse, bin ich lieber noch mal schnell an den Computer geflüchtet.

Und jetzt gehen wir essen.

Morgen …

Alles auf Null.

0.

… leider meistens in die Breite. Die Waage hat sich wieder bei 76 Kilo eingependelt. Der Bauch wölbt sich vorne über den Hosenbund und hinten rutscht dieser immer tiefer. Inzwischen ist die Hälfte des Kleiderschranks mangels Hoffnung aussortiert.

Und das Schlimmste: Die Söhne wollen jetzt helfen. Wenn ich früher über meine Gewichtszunahme jammerte, hörte ich immer: “Nein, Mama, du bist nicht zu dick! Du bist schön!” (Es gibt nichts Besseres fürs Selbstbewusstsein als die Liebe von Sechsjährigen).

Dann kam die Phase, wo die Antwort lautete: “Du sollst nicht abnehmen. Das ist doch mein Kuschelkissen.” (Damit war mein Bauch gemeint, und das ging nicht mehr ganz so gut runter).

Jetzt heißt es: “Wir können ja mehr Sport machen. Du könntest ja täglich eine Stunde auf den Ergometer”. Ja, Superidee. Wann, wie, wo soll ich das noch unterbringen zwischen Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfefahrdienst, Sportfahrdienst, Haushalt, Arbeit, Lesen und Läuse auskämmen?

Oh je. Haare gelen statt waschen. Und jetzt das:

Wieder eine Ausrede keinen Sport zu machen: Stundenlang erst Mützenkinds Haare, dann vorsichtshalber auch meine Haare behandelt.
Ich hoffe Klaus the Laus und seine Geschwister sind jetzt tot.

Head lice to dead lice!

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